Rollstühle für die Behinderten in Mosyr (Weißrussland) und Donesk-Becken (Ukraine) (aktuell)
Rollstühle für die Behinderten in Mosyr im August 2006
Es war ein Glücksfall - wir konnten von einem Ausstatter 100 Hilfsgeräte für Behinderte, 70 Rollstühle und 30 Rollatoren für die Behinderten in Mosyr erhalten. Diese reservierten wir in unserem Lager und schon kurz darauf übergaben wir sie dem Hilfswerk „Lebenszeichen Tschernobyl“ aus Bottrop.
Der 1. Vorsitzende, Herr Karl-Heinz Jochheim aus Bottrop war über dieses Geschenk hocherfreut.
Man muss wissen, Mosyr liegt in der Windrichtung des Supergaues in Tschernobyl. Viele der Menschen aus Mosyr wurden hochgeschädigt oder starben nach einer Zeit … wohl dem der nicht lange leiden musste. Die pure Armut in diesem südlichen Teil Weißrusslands macht das Leben den vielen verarmten Menschen und vornehmlich den Behinderten unerträglich. Unter diesem zudem noch schädigenden Einfluss der Strahlenschäden ist die Lage und Versorgung der Behinderten in Mosyr zu sehen.
Umso wertvoller ist der Erhalt eines kostenlosen Rollstuhles auf Lebenszeit. Mit dem Versterben des Behinderten geht dieser Rollstuhl wieder an das Hilfswerk in Mosyr zur leihweisen Weitergabe an den nächsten Behinderten – mit Respekt ein sehr hoher Nutzungsgrad.
Foto-Dokumentation:
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Pater Erwin Immekus, der in dem katastrophal ver-armten Bereich um Logansk im Donezkbecken tätig ist, bat uns eindringlich um die Beschaffung von gebrauchsfähigen Rollstühlen. In diesen Bereichen ohne Hilfsmittel zu bleiben, bedeutet neben der Be-hinderung endgültig das gesellschaftliche Aus. In dem Wissen um die Lage dort in den Armutsberei-chen, die uns aus eigenen Erfahrungen bekannt ist, bemühten wir uns bei den umliegenden Ausstattern um Hilfe. Es war ein schönes Erlebnis vom Sanitäts-haus "Schulte-Derne" in Lünen-Brambauer dieses großzügige Geschenk von 35 Rollstühlen, die für den Zweck der Verwendung "neuen" gleichzustellen sind, ohne weiteren bürokratischen Aufwand verladen und ür ein sprichwörtliches "Dankeschön" mitnehmen zu dürfen. Herr Kilb aus dem Hause "Schulte-Derne" fand das als selbstverständlich und verabschiedete uns mit einem großzügigen Lächeln.
Diese Rollstühle werden von dem Verein "Kinder helfen Kindern" in Herdecke dem namensgleichen Verein in Logansk zur leihweisen Überlassung an die Behinderten überstellt. Verstirbt die Person, so geht sein Rollstuhl an die verleihende Institution zurück. Anschließend verfügen wieder die nächsten Bedürftigen über dieses Hilfsmittel.
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| 25 moderne Fahrräder und eine Unmenge von Regenschutz- und Motorradbekleidung das ist das unglaubliche Geschenk der Familie Norbert Schmitz - Inhaber von Zweirad Schmitz |
Im Oktober 2003 waren Melanie Heine und Alfons Lakenberg im Süden von Weißrussland in der Stadt Mosyr (120.000 einw.). Das ist etwa 70 km nördlich von Tschernobyl/Ukraine gelegen. Die Caritas Bochum hatte uns gebeten die Projektfä-higkeit einer Baumaßnahme für die Erweiterung eines Therapiezentrums für Strahlengeschädigte und Behinderte festzustellen. Wir sahen die Grausamkeiten des Schicksals und die pure Armut des Durchschnittsbürgers in den Stadtzentren Weißrusslands. Unter vielen alltäglichen Sorgen, hörte man sagen "Ein Fahrrad zu haben wäre ein großes Glück". Der Wert ist einem Kleinfahrzeug bei uns gleichzustellen. Um so größer bewerten wir den Zufall von Herrn Schmitz 35 Fahrräder für Mosyr erhalten zu können. Der Verein Lebenszeichen Tschernobyl hat sie schon in Mosyr in seiner Obhut ausgeladen und verteilt sie an die bedürftigsten Bürger.

